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Warum ich Mitglied in einem Geocaching-Verein geworden bin

Eigentlich mag ich keine Vereine. Vereinsmeierei, Streit um Formalien und Wichtigtuerei meist älterer Damen und vor allem Herren im Hinterzimmer einer Gaststätte sind nicht mein Ding.

Und zum Geocachen brauche ich keinen Verein: ein GPS-Gerät kaufen, Cachebeschreibung von einem Listingservice herunterladen und schon kann das Abenteuer ganz individuell losgehen. Auch das Verstecken und Listen eines Geocaches geht ganz ohne Verein. Selbst das gesellige Beisammensein wird in Form von Events über die Listingservices organisiert.

Ganz anders sähe es aus, wenn ich z.B. meine Lieblingssportart Synchronschwimmen in der Gruppe aktiv betreiben wollte. Da reicht es nicht, mir eine Badekappe und eine Nasenklammer zu kaufen. Das geht praktisch nur mit einem Verein, der sich um Trainingszeiten im lokalen Hallenbad kümmert, Gruppen zusammenstellt und trainiert, an Wettbewerben teilnimmt und auch für das gesellige Beisammensein sorgt.

Warum bin ich jetzt trotzdem einem Geocaching-Verein beigetreten?

Geocaching findet nicht im luftleeren Raum statt. Anders als beim Schachspiel kann ich Geocaching nicht in meinem Wohnzimmer spielen. Auch mein bescheidenes Stück Garten eignet sich nicht für Geocache-Verstecke. Und Wald, Wiesen und Wege besitze ich nicht - so wie wohl die meisten Geocacher.

Unser Spiel findet also praktisch immer auf fremden Grundstücken statt. Das ist in vielen Fällen auch kein Problem. Aber manchmal gibt es eben doch Konflikte, die gelöst werden wollen. Geht es dabei nur um einen Geocache kann man den Konflikt sicherlich noch alleine lösen.

Wenn dagegen weiträumige Geocaching-Verbote ausgesprochen werden, so wie es z.B. die Stadt Köln gerade plant, dann steht man als Einzelner doch auf recht verlorenem Posten. In solchen Fällen ist es oft erfolgreicher, sich als Gruppe zusammen zu tun, das gemeinsame Anliegen zu formulieren und sich damit an die Politik zu wenden. Mit der Mitgliederzahl wächst auch das politische Gewicht der Gruppe. Wenn man ernst genommen will, empfiehlt sich zudem der rechtliche Rahmen eines Vereins.

Sinnvoll ist solch ein Geocaching-Verein auch als Ansprechpartner für die Außenwelt. Behörden, Grundbesitzer, Förster, Jäger usw. wissen oft nicht, an wen sie sich wegen eines Problemcaches wenden können. Ein Verein kann hier den Kontakt zum Owner herstellen und in der Sache vermitteln.

Umgekehrt kann der Verein aktiv auf die Außenwelt zugehen und über das Spiel Geocaching aufklären. Denn der Wunsch unser Spiel zu verbieten kommt oft durch Unwissenheit zustande. Dass unser Spiel Regeln hat, zu denen z.B. auch das Beachten von geltendem Natur- und Artenschutzrecht gehört, ist oft nicht bekannt.

Ein Geocaching-Verein kann also eine sinnvolle Hilfe bei der Pflege von guten Beziehungen zur Außenwelt sein. Diese guten Beziehungen braucht unser Spiel, weil wir sonst irgendwann kein Spielfeld mehr haben.

Darum bin ich Mitglied beim Verein Geocaching Rheinland geworden.

Vielleicht überlegt ihr euch auch, den Verein zu unterstützen und dort Mitglied zu werden - denn mit der Mitgliederzahl wächst das politische Gewicht des Vereins. Es geht ganz einfach: Mitgliederantrag ausfüllen, unterschreiben und an den Verein schicken. Da der Mitgliedsbeitrag auf sagenhafte Null Euro festgesetzt wurde, entstehen keine weiteren Kosten.

Erlaubnis für Geocaches

Vorweg: Dieser Beitrag gibt die Situation in Nordrhein-Westfalen wieder. In anderen Bundesländern funktioniert aber vieles auf ähnliche Weise.

Für welche Geocaches brauche ich eine Erlaubnis?



Grundsätzlich braucht jeder Cache eine Erlaubnis. Aus den Guidelines:

Mit Einreichen eines Cachelistings versichert Du uns, dass Du eine entsprechende Erlaubnis hast, den Cache in dem gewählten Gebiet zu verstecken.
Quelle: http://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx#permission

In den meisten Fällen gehen die Reviewer davon aus, dass die Erlaubnis vorliegt - in welcher Form auch immer. Das kann auch die einfache Duldung sein.

Unter anderem in folgenden Fällen fragen die Reviewer in NRW aber beim Review nach der Erlaubnis:

  • Nachtcaches

  • Klettercaches

  • Lost Places

  • Powertrails



Welche Vorteile hat eine explizite Erlaubnis?



Wenn man es allein auf die Duldung eines Caches ankommen lässt, besteht das Risiko, dass Grundbesitzer, Jäger usw. die Sache doch anders sehen und die Entfernung des Caches verlangen. Groundspeak respektiert die Wünsche der Grundbesitzer, Listings werden dann sofort archiviert.

Wer dagegen vorher die Erlaubnis einholt, weiß woran er ist. Es sind dann auch Dinge möglich, die man sich sonst nicht trauen würde bzw. die gegen die Guidelines verstoßen. Wer vorher fragt, wird meist viel freundlicher empfangen. Problematische Sachen lassen sich noch vor dem Verstecken mit dem Grundbesitzer/Jäger klären und abändern.

Auch die Muggelgefahr wird deutlich reduziert: viele Waldbauern, Förster, Jäger und Naturschützer wissen es nicht besser und entfernen störende Caches vor Ort, anstatt sie bei geocaching.com zu melden.

Welche Form muss die Erlaubnis haben?



Die Erlaubnis kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Der häufigste Fall dürfte eine mündliche Erlaubnis sein. In diesem Fall bitte Name, Funktion (Jäger/Förster/Eigentümer/...) und Kontaktmöglichkeit des Ansprechpartners in der Reviewer-Note angeben.

Von wem brauche ich die Erlaubnis?



Ein Cache im Wald oder in der freien Landschaft sollte mindestens mit dem Jäger und dem Waldbauern/Förster abgeklärt sein. Liegt der Cache im Naturschutzgebiet, sollte das zusätzlich mit der Naturschutzbehörde bzw. deren Vertretern abgeklärt werden. Wenn man Glück hat, klärt der Förster die Erlaubnis hinsichtlich Jagd und Naturschutz gleich mit ab - einfach danach fragen.

Auf Privatgelände in der Stadt müssen Caches mit dem Besitzer abgesprochen sein. Einfache Caches im öffentlichen Verkehrsraum sind meistens OK, sofern die dortigen Regeln beachtet werden. Sobald es an's Klettern, Kriechen oder Verändern von öffentlichem Eigentum geht, muss dies mit der Stadt/Kommune abgesprochen sein.

Wo finde ich Ansprechpartner?



Grundsätzlich sollte man versuchen einen Ansprechpartner zu finden, der sich mit den lokalen Gegebenheiten tatsächlich auskennt. Um so höher man in der Behörden- oder Besitzerhierarchie nachfragt, um so eher wird man es mit Bürokraten zu tun haben. Diese fällen dann eher eine ablehnende Grundsatzentscheidung statt den einzelnen Cache zu erlauben.

Man kann die höheren Behörden bzw. Grundbesitzer- und Jagdverbände aber dazu nutzen, den lokalen Ansprechpartner zu finden. Man fragt dann dort nicht wegen einem Geocache an, sondern ganz allgemein "Wer betreut das Gebiet XY vor Ort?".

Natürlich kann man auch direkt vor Ort herum fragen. Der nächstgelegene Bauer kennt meist die Namen von Jäger und Förster.

Ansprechpartner Wald



Ein guter Anlaufpunkt ist die Website von Wald und Holz NRW: http://www.wald-und-holz.nrw.de/. Dort kann man sich über die Regionalforstämter bis zu den Förstern vor Ort durchklicken und findet dort Kontaktmöglichkeiten.

Wald und Holz NRW führt auch die Forstaufsicht für Privatwälder durch und kennt daher die Waldbauern/Besitzer dieser Wälder. Es kann allerdings sein, dass man aus Datenschutzgründen keine Kontaktdaten nennen kann. Es empfiehlt sich daher der umgekehrte Weg: Man gibt seine eigenen Kontaktdaten preis und bittet den Förster, diese an den Waldbauern oder Besitzer weiter zu leiten.

Wenn man bereits Kontakt zum Jäger hat, kann man auch diesen fragen.

Ansprechpartner Jagd



Ein guter Anlaufpunkt ist die Website des Landesjagdverband NRW: http://ljv-nrw.de/. Dort kann man sich zu den Kreisjägerschaften und teilweise bis zu den einzelnen Hegeringen durchklicken und findet dort Kontaktmöglichkeiten.

Wenn man bereits Kontakt zum Förster hat, kann man auch diesen fragen.

Ansprechpartner Naturschutz



Ein guter Anlaufpunkt ist die untere Landschaftsbehörde. Diese ist in NRW bei der jeweiligen Kommune bzw. kreisfreien Stadt angesiedelt. Oft läuft diese Behörde unter dem Namen "Umweltamt". Die meisten Kommunen/Städte haben Websites auf denen man Kontaktdaten findet.

Die einzelnen Naturschutzgebiete werden meist ehrenamtlich von BUND, NABU oder anderen Vereinen betreut. Die untere Landschaftsbehörde kann den Kontakt zu diesen Betreuern vermitteln.

Im Nationalpark Eifel ist die Nationalparkverwaltung der Ansprechspartner: http://www.nationalpark-eifel.de/.

Öffentliche Flächen/Parks



Ansprechpartner für öffentlichen Verkehrsraum, ist meistens das Ordnungsamt bei der Kommune bzw. kreisfreien Stadt. Bei Parks und anderen Grünflächen findet man beim Grünflächenamt Ansprechpartner. Die meisten Kommunen/Städte haben Websites auf denen man Kontaktdaten findet.

Öffentliche Flächen im Ruhrgebiet



Im Ruhrgebiet gibt es eine ganze Reihe ehemals industriell genutzter Flächen, die nun zu öffentlichen Parks umgestaltet wurden. Das können alte Abraumhalden sein oder ehemalige Stahlfabriken. Die Mehrzahl dieser Flächen wird vom Regionalverband Ruhr betreut. Ansprechpartner findet man auf deren Website: http://www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr.html

Geocaches im Naturschutzgebiet

Gelegentlich taucht die Frage auf, ob man einen Geocache in einem Naturschutzgebiet (NSG) oder Nationalpark legen darf. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist es möglich, allerdings sind ein paar Dinge zu beachten.

1. Rechtlicher Hintergrund

Auch wir Geocacher müssen uns an geltendes Recht halten. Für Naturschutzgebiete gibt es einen gesetzlichen Rahmen, das Bundesnaturschutzgesetz sowie die entsprechenden Landesnaturschutzgesetze. Diese machen es möglich, bestimmte Teile der Landschaft unter Naturschutz zu stellen um dort vorhandene Lebensräume zu erhalten bzw. zu schaffen.

Auf dieser Grundlage werden von den zuständigen Kommunen die Gebiete per Verordnung unter Naturschutz gestellt. In diesen Verordnungen ist geregelt, wo sich das Gebiet genau befindet, welchen Schutzzweck es verfolgt und welche Ge- und Verbote dort gelten. Manche Bundesländer stellen die Verordnungstexte auf Webseiten bereit, bei anderen muss man bei der Kommune fragen.

Allerdings stellt man bei der Lektüre solcher Verordnungen ziemlich bald ein eindeutiges Muster fest, speziell was die Ge- und Verbote angeht: Fast alle Naturschutzgebiete darf man nur auf den offiziellen Wegen betreten. Alle weiteren Nutzungen bedürfen einer Genehmigung. Trotzdem ist es kein Schaden, sich über das konkrete NSG genau zu informieren und auch die Hinweise vor Ort zu beachten, z.B. jahreszeitliche Einschränkungen.

Grundsätzlich ist das Betreten von NSGs auf den offiziellen Wegen erwünscht, denn diese Gebiete werden ja nicht aus Jux und Dollerei geschützt, sondern sollen Naturwunder, seltene Arten usw. für uns Menschen erhalten und erlebbar machen. Es ist daher auch ein Irrtum, dass sich schutzwürdige Tiere und Pflanzen nur weit abseits der Wege befinden würden. Oft sind die Wege gerade entlang interessanter Stellen gelegt, so dass wir dort auch etwas zu sehen bekommen.

2. Lage der Naturschutzgebiete

Bevor man einen Geocache versteckt, sollte man erst mal nachschauen ob das geplante Versteck in einem Naturschutzgebiet liegt. Die Beschilderung vor Ort ist dafür kein ausreichender Hinweis! Diese Schilder sind keine Grenzmarkierung, oft stehen sie mitten im NSG, z.B. am Beginn eines Weges an einem Parkplatz.

Entscheidend sind daher Karten, in die die NSGs eingezeichnet sind. Zum Glück gibt es inzwischen eine ganze Reihe frei zugänglicher Karten im Internet. Beispiele:
- http://www.geodienste.bfn.de/schutzgebiete/ (Bundesweit)
- http://www.nsg-atlas.de/ /Bundesweit, mit Links zu Verordnungstexten sofern vorhanden)
- http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/nsg/de/karten (NRW)

Wie bei allen Karten sind diese nicht 100% aktuell, achtet also auch auf Nachrichten in der Lokalpresse über eventuelle neue Naturschutzgebiete. Eine Internetsuche nach dem Gebietsnamen und Naturschutzgebiet kann sich lohnen.

3. Wahl des Verstecks

Für einen Cache im NSG ist die Wahl des Verstecks wichtig, um den Schutzzweck nicht zu gefährden. Optimal ist ein Multi, bei dem es im NSG nur bereits vorhandene, offensichtliche Sachen abzulesen/abzuzählen gilt und der Final dann außerhalb versteckt ist. Dabei müssen diese Ablesestationen natürlich direkt an den offiziellen Wegen liegen.

Liegt das Versteck im NSG, muss es ebenfalls direkt an einem offiziellen Weg liegen. Als Faustregel gilt dabei: Ein Bein bleibt immer auf dem Weg. Als offizielle Wege zählen markierte Wanderwege sowie Straßen. Unmarkierte Trampelpfade, Holzrückewege usw. sind keine offiziellen Wege!

Weiterhin sollte es sich um ein (für Geocacher) offensichtliches Versteck handeln. Auch ein aussagekräftiger Hint in der Cachebeschreibung, vielleicht auch ein Spoilerbild können helfen, die Suche und den damit verbundenen Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei auch bedenken, dass Geocaches nicht vor den Geocachern sondern nur vor den Muggeln versteckt werden brauchen. NSGs sind nicht der geeignete Ort für die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen!

Ein paar Ideen für mögliche Verstecke:
- der klassische Hasengrill am Wegesrand, also einfach ein paar Stöcke/Zweige über den Cache. Nicht sehr kreativ, funktioniert aber
- unter einem Stein am Wegesrand
- in einem ausgehöhlten Holzstück (dieses bitte selber mitbringen) am Wegesrand
- an/auf/unter einer Schutzhütte im NSG

4. Hinweis im Cachelisting

Im Cachelisting sollte darauf hingewiesen werden, dass es in ein Naturschutzgebiet geht - auch wenn nur einige Stationen eines Multis davon betroffen sind. Weiterhin muss dann eine Formulierung in das Listing, dass die offiziellen Wege zu keinem Zeitpunkt verlassen werden müssen um den Cache zu finden. Auf diese Weise wissen die Geocacher, dass sie sich besonders umsichtig verhalten und ihre Suche nicht abseits der Wege ausdehnen müssen.

5. Dinge die man besser lässt

Auch wenn in vielen NSGs Caches möglich sind, gibt es doch ein paar Dinge die man besser lässt:

- Klettercaches im NSG. Aus dem Betretungsrecht auf den Wegen geht noch keine weitergehende Nutzung wie Klettern hervor. Das Klettern gefährdet oft unmittelbar den Schutzzweck, man denke an Bruthöhlen von Vögeln, seltene Moose an Felsen usw.

- Nachtcaches im NSG. Auch diese dürften meist dem Schutzzweck zuwider laufen. Lasst den Tieren wenigstens im NSG ihre Nachtruhe.

- Caches in Baumhöhlen. Diese sind wertvoller und inzwischen recht seltener Lebensraum für viele Vögel und Insekten.

- Caches in Höhlen, Bunkern usw. Diese sind oft wertvoller Lebensraum für Fledermäuse. Alle Fledermausarten stehen bundesweit und ganzjährig unter Schutz! Zumindest im Winterhalbjahr (1. Oktober bis 31. März) müssen solche Caches deaktiviert und die Dose entfernt werden. Fledermäuse haben nur sehr wenige Fettreserven. Jede Störung ihres Winterschlafs verbraucht sehr viel Energie, die dann am Ende zum Überleben fehlt.

- Caches auf/an/in geschützten Naturdenkmälern. Das können einzelne alte Bäume sein, besondere Felsformationen und anderes. Hier steht das Risiko einer Beschädigung in keinem vernünftigen Verhältnis zum Geocaching-Spaß. Macht eine Ablesestation daraus oder legt den Cache ein paar Meter abseits.

Logtypen: Needs Maintenance

Auf geocaching.com gibt es verschiedene Logtypen. In loser Folge werden hier die unterschiedlichen Logtypen erklärt.

Heute: Needs Maintenance. Oder auf Deutsch: Wartung nötig.

Dieses Log dient dazu, den Besitzer des Caches aber auch andere Cacher darauf aufmerksam zu machen, dass eine Wartung fällig ist. Typische Beispiele sind: Dose defekt, Logbuch voll, Dose nicht mehr da. Üblicherweise sollte diesem Log ein DNF (Did Not Find, Nicht gefunden) bzw. ein Found (gefunden) Log vorausgehen.

Mit diesem Log wird automatisch auch das Needs Maintenance Attribut gesetzt (weisses Kreuz auf rotem Grund). Dieses Attribut zeigt auf der Cacheseite an, dass Wartungsbedarf besteht. Weiterhin können Premium Members solche Listings aus ihren Pocket Queries anhand des Attributs ausfiltern.

Als Besitzer eines Caches sollte man auf ein Needs Maintenance Logs möglichst zeitnah reagieren:
1. Das Listing vorübergehend deaktivieren (Log vom Typ "disable listing")
2. Den Cache vor Ort warten
3. Das Listing wieder aktivieren (Log vom Typ "enable listing")
4. Die Wartung mit einem Log vom Typ "owner maintenance" (Wartung durch den Besitzer) abschliessen

Insbesondere den letzten Punkt sollte man nicht vergessen, denn dadurch wird auch das Needs Maintenance Attribut gelöscht. Punkt 1 und 3 kann man auch weglassen, wenn man die Wartung sofort durchführt.

Manche Cacheowner verstehen leider ein Needs Maintenance Log als Kritik an ihrem Cache. Genau das ist es aber nicht, sondern lediglich ein freundlicher Hinweis, dass hier Wartungsbedarf besteht. Gegenüber einer Mail hat es den Vorteil, dass auch andere Geocacher, die den Cache noch suchen möchten, informiert werden bzw. sie den Cache solange ausfiltern können, bis das Problem behoben ist. Reviewer werden über Needs Maintenance Logs nicht automatisch informiert.


Logtypen: Found It

Auf geocaching.com gibt es verschiedene Logtypen. In loser Folge werden hier die unterschiedlichen Logtypen erklärt.

Heute: Found It. Das ist sicher das schönste Log für jeden Geocacher. Denn es bedeutet: Ich habe den Cache gefunden!

Aber was genau bedeutet "gefunden"? Darüber wird viel und heftig gestritten - meist dann, wenn der Cache nicht oder nicht so richtig gefunden wurde, man aber irgendwie doch den Zähler der gefundenen Caches erhöhen möchte. Seit April 2009 gibt es dazu einen Satz in den Richtlinien: "Geocaches dürfen online als gefunden (found) geloggt werden, sobald man sich in das materielle Logbuch eingetragen hat." Das gilt natürlich nur für materielle Caches - für virtuelle Caches, Webcams und Earthcaches gelten andere Regeln.

Wirklich beendet hat das die Diskussion aber nicht, immer wieder sieht man "Found It" Logs, die bei näherer Betrachtung zumindest zweifelhaft sind:
- Dose gesehen aber nicht erreicht
- Dose gefunden und geöffnet aber keinen Stift zur Hand gehabt
- Found It bei längst gemuggelten und archivierten Caches (ja, das geht...)
- Dose nicht gefunden, aber Logerlaubnis vom Cachebesitzer bekommen
- ...

Meist wird das nach dem Motto "naja, die betrügen sich ja nur selbst" abgetan. Aber ganz so einfach ist es nicht, da die Logs ja nicht nur für einen selber sind sondern öffentlich. Und andere Geocacher können schon ziemlich in die Irre geleitet werden, wenn da gestern scheinbar noch jemand noch den Cache gefunden hat, obwohl der in Wirklichkeit schon seit Wochen vermisst wird und vermutlich gar nicht mehr da ist. Auch der Cachebesitzer bekommt bei flüchtiger Betrachtung vielleicht ein falsches Bild vom Zustand seines Caches und eine längst fällige Wartung bleibt aus.

Auch die Logerlaubnis durch den Cachebesitzer ist nicht ganz ohne Probleme. Denn die Cachebesitzer sind durch die Richtlinien dazu angehalten "alle Logs, die offenkundig gefälscht, unzutreffend oder unangemessen sind oder die angegebenen Bedingungen nicht erfüllen" zu löschen. D.h. wenn sowas häufiger vorkommt, kann das Listing wegen mangelnder Wartung durch Groundspeak oder die Reviewer archiviert werden.

Und letztlich stellt sich auch die Frage, warum man sich selber betrügen möchte? Was ist die Anzahl der gefundenen Caches wert, wenn etliche davon gar nicht gefunden wurden? Will man damit wirklich angeben? Was, wenn jemand das merkt - dann steht man doch als ziemlich lächerliche Figur da, oder? Und (online) loggen kann man immer, selbst wenn man den Cache nicht gefunden hat. Nur ist es dann ein anderer Logtyp: Didn't find it (Nicht gefunden).

Sachensuchen ist kein Geocaching

Kommt das GPS-Gerät beim Geocachen aus der Mode? Diesen Eindruck kann man als Reviewer manchmal bekommen, denn immer wieder werden Cachelistings eingereicht bei denen es um allgemeines Sachensuchen geht. Meistens sind diese Listings vom Typ Mystery-Cache und tragen Namen wie "Wo bin ich?". Die Aufgabe ist dann, anhand eines Fotos oder einer Beschreibung den Ort zu finden, an dem der Cache liegt.

Das Problem dabei: Man kann sein GPS-Gerät nicht sinnvoll nutzen, es gibt keine genauen Koordinaten.

Die Richtlinien sind in diesem Punkt recht eindeutig: "Die Nutzung von GPS ist ein Wesensmerkmal von Geocaching. Daher muss bei allen eingereichten materiellen Caches die Möglichkeit bestehen, sie mit Hilfe genauer GPS-Koordinaten aufzuspüren, selbst wenn es noch andere Möglichkeiten gibt, zum Ziel zu gelangen." D.h. wir können solche Listings nicht freischalten.

Allerdings gibt es einen kleinen Trick, mit dem solche Suchen doch noch veröffentlicht werden können: Man legt statt des Caches einen Hinweis an dem gesuchten Ort an, der die Koordinaten des eigentlichen Caches enthält. Das kann ein Micro mit den Koordinaten, eine Peilaufgabe (242° in 187 Metern Entfernung) oder eine Ablesestation sein.

Damit ist dann sowohl dem Sachensuchen als auch dem Geocaching genüge getan.